Wilkommen an Online Bingo

Bingo, das ist doch das Spiel, bei dem alte Menschen in einer Gemeindehalle zusammen sitzen und auf zufällige Zahlen setzen, in der Hoffnung, damit einen Wurstkorb zu gewinnen? Dieses alte Klischee trifft mancherorts sicher immer noch zu. Doch dank Online Bingo scheint das Spiel derzeit einen rasanten Wandel durchzumachen. Da die Einstiegshürden gering und die Gewinne im Internet attraktiv sind, erfreut sich Online Bingo gerade auch bei jungen Männern zunehmender Beliebtheit, wenn auch die große Mehrheit der Spieler weiterhin weiblich und zwischen 30 und 40 Jahren alt ist.

Die Regeln von Bingo haben sich in den vergangenen 80 Jahren nicht verändert. Nach wie vor kaufen die Spieler vor Beginn einer Runde ein oder mehrere Bingo-Tickets, auf denen bereits Zufallszahlen vorgedruckt sind. Das Ziel ist es, während der Ziehung, Zahlen zu bekommen, die in einem bestimmten Muster auf dem erworbenen Spielschein stehen. Hat man das Muster vervollständigt, ruft man laut „Bingo“ und bekommt (wenn man alles richtig gemacht hat) einen Preis. Das Spannende daran ist, dass der Spielleiter die Zahlen in kurzen Abständen hintereinander verkündet und man daher stets voll konzentriert sein muss, um keine Zahl zu verpassen.

Wer online spielt, genießt bestimmte Vorteile. Da die Spieler sich von überall aus einloggen können, sind die Preispools höher. Man kann zu jeder Tages- und Nachtzeit von Zuhause aus spielen und bestimmt selbst, ob geraucht oder laute Musik gespielt werden darf. Umfangreiche Chatfunktionen gehören ebenso zum Spielen im Internet und Sonderfunktionen, wie das automatische Markieren der Zahlen, runden das Online Bingoerlebnis ab.

Wie man sich denken kann, ist Bingo eng mit dem italienischen Spiel Lotto verwand, dass dort bereits seit dem 16. Jahrhundert gespielt wird. Lotto fand seinen Weg über Frankreich nach Deutschland, wo es Anfang des 20. Jahrhunderts von einem amerikanischen Schausteller entdeckt und von ihm in die USA importiert wurde. In seinem Karnevalszelt in den Südstaaten nannte er das Spiel „Beano“, weil er seine Gäste ihre Glückszahlen mit Bohnen markieren ließ. Ein Spielwarenhändler aus New York, der von der Wirtschaftskrise Anfang der 30er Jahre schwer betroffen war, konnte sich der spannenden Atmosphäre in dem Spielzelt nicht entziehen und beschloss, eine eigene Version des Spiels zu entwickeln. Er ließ seine Beano-Variante im Freundeskreis testen, wo eine Spielerin vor freudiger Aufregung über ihren Gewinn „Bingo“ statt „Beano“ rief. So war der Markenname gefunden für ein Spiel, dass erst als Gesellschaftsspiel ein Kassenschlager wurde und heute neben Poker und Casinospielen das dritte etablierte Glücksspielelement bildet.

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